Während deines Auslandseinsatzes wirst du viel erleben, bleibende Erinnerungen und Erfahrungen sammeln. Trotzdem willst du während dieser spannenden Zeit auf der sicheren Seite sein. Das Thema Versicherungsschutz ist trocken, will aber dennoch gut überlegt sein. Grundsätzlich gilt: Bist Du mit einer anerkannten Organisation unterwegs, wird sie dich auch in Versicherungsfragen gut beraten.

Versicherung in Österreich

Ein paar Dinge, die du wissen solltest: Zunächst musst du sicherstellen, dass du auch während deines Auslandseinsatzes weiterhin in Österreich krankenversichert bist. Dies ist für viele private Zusatzversicherungen eine Voraussetzung. Ein ÄrztInnenbesuch im Ausland funktioniert grundsätzlich nach dem System WahlärztIn. Du reichst die bereits bezahlte ÄrztInnen-Honorarnote zwecks Kostenerstattung bei der Gebietskrankenkasse ein. Junge VolontärInnen sind zumeist noch bei den Eltern mitversichert. Wird das Freiwilligenjahr aber anstelle des Zivildienstes absolviert oder stellt es eine Berufsunterbrechung dar, so solltest du bei deiner Gebietskrankenkasse Selbstversicherung beantragen. Vergiss nicht, die Beitragsgrundlage für die Zeit, in der du freiwillig tätig bist und kein Einkommen hast, herabsetzen zu lassen. Dann kostet die Selbstversicherung aktuell 97 Euro pro Monat. Für Zivildiener kann ein Kostenersatz beantragt werden. Frag doch bei deiner Organisation nach.

Versicherung im Ausland

Bei Freiwilligenarbeit in Ländern der südlichen Hemisphäre kommt man der mit e-card nicht weit. Eine Auslandskrankenversicherung sowie eine -Unfallversicherung (inklusive Rückholung in die Heimat!) sind unverzichtbar. Denn die österreichischen Gebietskrankenkassen leisten zum einen nur teilweisen Ersatz für die angefallenen Kosten und zum anderen nach österreichischem Muster. Kommt die Behandlung im Ausland aber teurer als in der Heimat, so müsstest du ohne Auslandskrankenversicherung den Fehlbetrag aus eigener Tasche zahlen. Hinzu kommt, dass eine gute Auslandskrankenversicherung über ein internationales Netz an ÄrztInnen samt 24/7-Notrufnummer verfügt.

Versicherungsangebote wollen verglichen werden. Hier ein paar Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Auslands-Unfallversicherung: Generali
– Auslandskrankenversicherung: Allianz Global Assistance, Europäische Reiseversicherung, Uniqa
– Versicherungsangebote eigens für Freiwillige und Aidworker: Statravel
– Deutscher Spezialversicherungen auch für ÖsterreicherInnen: Care Concept, Protrip-World

Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung ist kein Muss, aber eine Überlegung wert. Sie bietet zusätzlichen Schutz, wenn einmal ein Missgeschick passiert. Denn deine Organisation ist für Hoppalas und Sachschäden à la „Kaffee über dem Laptop der Kollegin verschüttet“ oder gar Verkehrsunfälle und ihre Folgen nicht zuständig. Für ein paar Cent pro Tag bekommt man ein recht umfassendes Haftpflichtschutzpaket, zum Beispiel bei Protrip-World.

Fotonachweis:
Foto Gepäckausgabe am Flughafen: Auf den Koffer warten von Stefan Bauckmeier, CC BY-NC 2.0
Foto Medikamente: Reiseapotheke von Stefan Kellner, CC BY-NC-SA 2.0

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