Auswirkungen von Covid-19 auf internationale Freiwilligeneinsätze

Seit Mitte März hat die Eindämmung der Corona-Pandemie den Alltag und die Zukunftspläne von vielen Menschen weltweit auf den Kopf gestellt. Was bedeutet das für Organisationen, die mit internationalen Freiwilligen arbeiten? Wie liefen die Rückholaktionen? Und wie geht es den Freiwilligen nach ihrer frühzeitigen Reise nach Hause? Dazu hat die WeltWegWeiser Servicestelle die aktuellen Informationen gesammelt.

Wie liefen die Rückholaktionen?

Innerhalb von wenigen Tagen wurden 202 VolontärInnen aus 21 Ländern in einem enormen Kraftakt schnellstmöglich nach Österreich zurückgebracht. Es ist dem unermüdlichen Einsatz der Entsendeorganisationen zu verdanken, dass alle Freiwillige sicher nach Hause zurückkehren konnten. Für die Entsendeorganisationen entstandenen dadurch Sachkosten im sechsstelligen Bereich, wobei die unzähligen zusätzlichen Personalstunden noch nicht eingerechnet sind.

Wie war WeltWegWeiser involviert?

Die vergangenen Wochen haben gezeigt: Vernetzung untereinander ist wichtiger denn je. So rücken alle Organisationen im WeltWegWeiser-Netzwerk in einer Notlage wie dieser eng zusammen. Seit dem Beginn der Corona-Krise in Österreich gibt es wöchentlich virtuelle Meetings, in denen Entsendeorganisationen aktuelle Herausforderungen besprechen. Die Servicestelle WeltWegWeiser konnte dabei durch die Koordinierung einen wichtigen Beitrag zum schnellen und professionellen Krisenmanagement leisten.

Wie sind internationale Freiwillige betroffen?

Abrupt und frühzeitig mussten sich die internationalen Freiwilligen auf Einsatz von ihren FreundInnen, KollegInnen und Gastfamilien verabschieden, um sich auf die Reise nach Österreich zu begeben, solange die internationalen Grenzen noch passierbar waren. Das Gefühl, keinen richtigen Abschied gehabt zu haben, belastet ihr Ankommen in Österreich. Deshalb ist der Austausch und die Vernetzung untereinander und die Unterstützung durch ihre Entsendeorganisationen besonders wichtig. Mehrere Organisationen haben ihre Bildungsangebote in interaktive Online-Seminare umgewandelt. So hat zum Beispiel am 05. Mai der erste digitale WeltWegWeiser Empathieraum für Freiwillige, die aufgrund der Covid-19 Maßnahmen ihren Einsatz abbrechen mussten, stattgefunden.

Zurück in Österreich und jetzt?

Eines steht fest: Alle Freiwilligen, denen es möglich ist, möchten sich weiterhin sozial engagieren. Viele setzten ihren Einsatz aktuell in Österreich fort. Sie wollen damit besonders in der jetzigen Krisensituation ihren Beitrag für eine gerechtere Welt leisten. Gleichzeitig wollen viele VolontärInnen wieder zurück ins Einsatzland. Wann das wieder möglich sein wird, ist momentan für Entsendeorganisationen sowie VolontärInnen noch sehr schwer abschätzbar. Auf unserer Website werden wir euch über aktuelle Veranstaltungen und die WeltWegWeiser-Förderung auf dem Laufenden halten!

Die Details über wie Corona internationale Freiwilligeneinsätze tirfft, kannst du auch in der aktuellen Presseaussendung von WeltWegWeiser nachlesen.

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