Dauer der Einsätze: Nimm dir Zeit 2019-08-14T11:53:32+02:00

„Dankbar blicke ich auf die Zeit zurück, in der ich eine neue Kultur und liebevolle Menschen kennengelernt habe“, erzählt Simone Blümel von ihrem Freiwilligeneinsatz. „Sie haben mich und mein Leben nachhaltig bereichert.“

Wenn du solche Erfahrungen machen möchtest, musst du dir ausreichend Zeit für deinen Einsatz nehmen. Auch für die Menschen im Gastland ist dein Einsatz nützlicher, wenn du länger bleibst. Oft ist der Betreuungsaufwand für die PartnerInnen vor Ort bei Kurzzeiteinsätzen sogar höher als der Nutzen.

Längere Einsätze für alle sinnvoller

Es gibt also viele Argumente, die für einen Einsatz von zumindest drei Monaten sprechen:

  • Viele Angebote für Kurzzeiteinsätze orientieren sich ausschließlich an den Wünschen der Freiwilligen. Die Bedürfnisse der Menschen vor Ort werden nicht berücksichtigt.
  • Die Ökobilanz ist bei Kurzzeiteinsätzen außerhalb Europas wegen der notwendigen Langstreckenflüge besonders schlecht.
  • Kurzzeiteinsätze sind verhältnismäßig teuer, da viele Kosten unabhängig von der Einsatzdauer anfallen (Flug, Impfungen etc.). Es gibt bei Kurzzeiteinsätzen außerdem viele unseriöse AnbieterInnen, die unrealistische Versprechungen machen.
  • Damit Freiwilligeneinsätze sinnvoll sind, ist eine gute Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung wichtig. Bei längeren Einsätzen ist das besser gewährleistet.
  • Im Gastland braucht es Zeit zur Eingewöhnung und Einarbeitung. Wie bei jeder anderen Arbeit dauert es meist einige Wochen, bis du so richtig produktiv sein kannst. Dann geht es eigentlich erst richtig los.
  • Ein gegenseitiger kultureller Austausch ist bei längeren Einsätzen viel eher möglich. Kurzzeit-Freiwillige bleiben für die Einheimischen meist Fremde.
  • Bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entsteht eine intensive emotionale Bindung. Daher raten wir hier dringend von Kurzzeiteinsätzen ab – sie schaden den Kindern mehr, als sie nutzen!
  • Eine WeltWegWeiser-Förderung ist ab einer Einsatzdauer von drei Monaten möglich.

Die WeltWegWeiser-PartnerInnen tun alles, um deinen Einsatz zu einer positiven und inspirierenden Lernerfahrung für dich zu machen. Damit auch du so nachhaltig bereichert wirst wie Simone.

Berichte von Auslandsaufenthalten

Reisen oder längeren Aufenthalte in Ländern des Südens führen oft zu Erfahrungen mit Kolonialismus und Rassismus. Der Verein glokal hat eine Broschüre erstellt, die sich sehr anschaulich mit diesen Themen beschäftigt. „Mit kolonialen Grüßen…“ ist deshalb eine gute Vorbereitung auch für angehende VolontärInnen und steht auf der Website von glokal zum Download zur Verfügung.

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