Fragen und Antworten zu inklusiven Einsätzen

Fragen und Antworten zu inklusiven Einsätzen 2018-12-19T19:05:12+00:00

Kann wirklich jedeR einen Freiwilligeneinsatz machen, egal welche Behinderung er/sie hat?

Jedenfalls sollte eine Behinderung nicht der Grund sein, der dich am Einsatz hindert: Egal, ob du eine chronische Erkrankung oder eine psychische Vorerkrankung hast, ob du im Rollstuhl sitzt oder eine andere körperliche Behinderung hast, ob du gehörlos bist, ob du eine Sehbehinderung hast oder blind bist, oder ob du z.B. Epilepsie oder eine Lernbeeinträchtigung hast oder eine ganz andere Form von Behinderung oder chronischer Erkrankung hast – grundsätzlich kann jeder einen Freiwilligeneinsatz machen, wenn er oder sie die grundlegenden Anforderungen erfüllt.

Was sind die grundlegenden Anforderungen für einen Freiwilligeneinsatz?

Wir achten darauf, dass du gut vorbereitet bist und weißt, worauf du dich einlässt, wenn du einen Freiwilligeneinsatz machst. Wenn Du weltoffen bist, viel Eigeninitiative und Motivation mitbringst, gerne mit Menschen zusammen arbeitest und verlässlich bist, dann erfüllst du bereits die wichtigsten Voraussetzungen für einen Freiwilligendienst.

Was du außerdem mitbringen solltest:

  • die Bereitschaft zu einer einfachen Lebensweise,
  • Offenheit und Respekt für neue und ungewohnte Arbeits- und Lebensbedingungen und die Bereitschaft, dich konstruktiv einzubringen,
  • die Fähigkeit, dich auf neue, manchmal auch irritierende Erfahrungen offen einzulassen,
  • den Wunsch, das Leben in einer anderen Gesellschaft kennenzulernen und mitzuleben,
  • entsprechende Sprachkenntnisse je nach Einsatzland,
  • die gesundheitliche Eignung. Eine gesundheitliche Einschränkung oder Behinderung schließt einen Auslandseinsatz nicht aus.

Was mache ich, wenn ich Medikamente  oder einen Arzt brauche?

Es ist uns natürlich sehr wichtig, dass du während deines  Freiwilligendienstes gut medizinisch versorgt bist und alles hast, was Du brauchst! Deshalb möchten wir mit dir offen über deine Behinderung bzw. chronische Erkrankung sprechen und abklären, worauf in deinem Projekt geachtet werden muss. Falls du Medikamente brauchst, stellen wir sicher, dass die Versorgung gesichert ist. Wir helfen Dir beim Organisieren und sprechen auf Wunsch mit deiner Krankenkasse. Wir können auch Zusatzkosten für deine medizinische Versorgung  übernehmen. Natürlich helfen wir dir auch vor Ort einen guten Arzt zu finden.

Hier findest du weiterführende allgemeine Informationen zur Gesundheitsvorsorge im Ausland.

Was ist mit der Barrierefreiheit vor Ort?

Es ist wichtig, dass du dich an deiner Einsatzstelle möglichst selbstständig und unabhängig bewegen kannst. Aus diesem Grund achten wir darauf, dass Einsatzstelle und Unterkunft für dich ausreichend barrierefrei sind. Aber nicht immer gibt es am Einsatzort die gleichen Standards für Barrierefreiheit, die du in Österreich gewohnt bist. Und auch wenn eine Einsatzstelle barrierefrei ist, so heißt das noch lange nicht, dass das auch auf die Umgebung zutrifft.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dir im Vorfeld ein genaues Bild von der Situation vor Ort machen kannst. Das kann so gehen, dass dir die Projektpartner genaue Beschreibungen der Situation vor Ort oder Fotos schicken – oder wir Vorfeld Kontakt mit einer Person aus dem Projekt herstellen, die wenn möglich eine ähnliche Behinderung hat wie du. So könnt ihr euch frühzeitig zum Thema austauschen und du kannst dir ein genaues Bild der Situation vor Ort machen. Gemeinsam überlegen wir dann, welche Lösungen wir für mögliche Barrieren finden können.

Kann ich eine persönliche Assistenz mitnehmen?

Leider ist es aufgrund der rechtlichen Situation in Österreich nicht möglich eine persönliche Assistenz auf einen Freiwilligeneinsatz ins Ausland mitzunehmen. Es gibt aber die Möglichkeit, am Einsatzort eine geeignete lokale Fachkraft zu engagieren. Eine weitere Möglichkeit ist ein Tandem-Einsatz. Das heißt, dass du mit einem zweiten Freiwilligen auf Einsatz gehst. Diese zweite Person unterstützt dich dann in deinem Alltag. Außerdem können lokale Assistenz und Tandemmodell miteinander kombiniert werden, damit nicht die ganze Verantwortung bei den Tandemfreiwilligen hängen bleibt.

Welche Behinderungen hatten die Freiwilligen, die bisher mit Euch einen Einsatz gemacht haben?

Wir haben bisher Einsätze von Freiwilligen mit Diabetes, Epilepsie, körperlicher Behinderung, Lernschwierigkeiten, psychischer Vorerkrankung und auditiver Wahrnehmungsstörung gefördert. Aber auch Menschen mit ganz anderen Behinderungen sind herzlich willkommen.

Wie lange dauert ein Freiwilligeneinsatz?

WeltWegWeiser unterstützt besonders Freiwilligeneinsätze mit einer Einsatzdauer von 3 bis 12 Monaten. Um zu erproben, ob das etwas für Dich ist, oder wenn du dir einen längeren Einsatz noch nicht zutraust, gibt es im Inklusionsprojekt aber auch bei einigen Partnern kürzere Einsatzmöglichkeiten.

Kann ich das Projekt, in dem ich mitarbeiten möchte, selbst auswählen?

Ist deine Bewerbung erfolgreich und bietet die von dir gewählte Organisation mehrere Einsatzprojekte an, erfolgt die Auswahl eines passenden Projektes in der Regel gemeinsam.

Allgemeine Fragen und Antworten rund um das Thema Freiwilligeneinsätze findest du bei unseren FAQs.