"Von der Lebensfreude angesteckt werden"

Im Einsatz: Christian Mair

Christian Mair in Kolumbien

Einsatzbeginn: 09.10.2017
Einsatzende: 08.10.2018
Einsatzland: Kolumbien
Einsatzprojekt: Fundación Madre Herlinda Moises
Organisation: Internationaler Freiwilligeneinsatz

Porträt Freiwilliger

Mein Satz zum Einsatz

Ein Jahr in einer völlig fremden Umgebung zu leben und mit Menschen zusammenzuarbeiten, welche unter teils sehr schwierigen Bedingungen versuchen, die Lebensqualität ihrer Mitmenschen zu verbessern, war eine herausfordernde, einprägsame, aber vor allem wunderschöne Erfahrung, welche ich unter keinen Umständen missen möchte.

Meine Aufgaben im Einsatz

Meine Aufgaben waren sehr unterschiedlich. Zum einen gab es die Arbeit in der (Vor-)Schule, wo ich das Vergnügen hatte, die Klassenlehrerin beim Unterrichten zu unterstützen. Dies bedeutete v.a. den kleinen Kindern bei ihren ersten Rechen- und Schreibaufgaben zu helfen – eine wirklich einprägsame Erfahrung, welche mir noch dazu ein besseres Verständnis für die Herausforderungen der Erziehungsarbeit vermittelte. Zum anderen waren meine Aufgaben klassische Bürotätigkeiten, wie z.B. die Beantwortung der Korrespondenz, Übersetzungsarbeiten im Rahmen von Projekten mit unseren deutschsprachigen Partnern, oder aber auch die Gestaltung des Stiftungs-Newsletters. Weiters war ich sehr in die Instandhaltung der Anlagen mit eingebunden, weshalb ich immer wieder mal das Vergnügen hatte Räume zu streichen, oder Leitungen zu reparieren. Während meiner Dienstzeit wurde auch ein neues Öko-Projekt ins Leben gerufen, womit ich auch die Möglichkeit hatte in einer wundervollen Umgebung (!) zu gärtnern, Wassergräben und Beete anzulegen etc. Darüber hinaus haben meine Mitfreiwilligen und ich auch noch einen Englischkurs ins Leben gerufen um der lokalen Bevölkerung ein paar Basis-Kenntnisse der englischen Sprache zu vermitteln.

Eine besondere Erfahrung war …

… von der Lebensfreude der Menschen an meinem Einsatzort angesteckt zu werden. Obwohl meine kolumbianischen Freunde und Arbeitskollegen tagtäglich mit Problemen konfrontiert werden, die der durchschnittliche Österreicher oftmals nur vom Hörensagen kennt, scheinen sie doch eine viel positivere Einstellung zum Leben zu haben, als viele Menschen in unserer Überflussgesellschaft. Ich habe an meinem Einsatzort die einfachen Dinge im Leben zu schätzen gelernt und bin überzeugter denn je, dass ein Mensch keine großen materiellen Reichtümer braucht, um ein glückliches Leben führen zu können. So kann ich auch sagen, dass mich mein Auslandsdienst mit Sicherheit gelehrt hat dankbarer zu sein, für das was ich habe.

Zuschneiden von PfählenKinderfußballmannschaftChristian Mair bei Fest
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2019-08-14T11:25:05+02:00