Eine Schule des Lebens

Im Einsatz: Erwin Buchberger

Erwin Buchberger in Lettland

Einsatzbeginn: 01.04.2012
Einsatzende: 31.05.2012
Einsatzland: Lettland
Einsatzprojekt: Vaivari Primary School
Organisation: Grenzenlos

Bild: Severin Pechhacker

Mein Satz zum Einsatz

Der Freiwilligeneinsatz war für mich eine Schule des Lebens. Ich würde es wieder machen.

Meine Aufgaben im Einsatz

Meine Aufgaben in der öffentlich integrativen Schule waren Arbeiten am Computer, wie Fotos und Daten zu sortieren, sowie in der Nachmittagsbetreuung der Kinder mitzuarbeiten. In der Klasse waren sechs von zwanzig Kindern behindert, die Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren. In Lettland gehört Nachmittagsbetreuung der Kinder zum Alltag, da viele Leute dort sehr wenig verdienen und dadurch oftmals zwei Jobs haben. Ich habe mit den Kindern gespielt und gemalt.

Eine besondere Erfahrung war …

Das Spannende für mich an diesem Einsatz war, dass obwohl man sich mangels Sprachkenntnissen nicht miteinander unterhalten konnte, konnte man trotzdem miteinander kommunizieren – mit Händen und Füßen ist es irgendwie immer gegangen. Ich nehme Menschen heute anders wahr, versuche mich mehr in sie hineinzuversetzen und habe auch ein bisschen mehr Geduld. Zusätzlich war es spannend, dass ich gezwungen war, mich den Herausforderungen des ungewohnten Alltags in einer neuen Umgebung zu stellen. Ich war während meines Aufenthalts in einem barrierefrei gebauten Rehazentrum gleich gegenüber der Schule untergebracht, aber es war nicht immer alles so barrierefrei. Da muss man mit der Situation zurechtkommen, und das ist mir auch gelungen, was langfristig sehr gut für mein Selbstvertrauen war. Ich bin ein Abenteurer und war lange Pfadfinder, dass ich einen Rollstuhl verwende und im Alltag Persönliche Assistenz brauche hindert mich nicht daran, zu reisen und mich neuen Herausforderungen zu stellen. Von meinen Erfahrungen her, kann ich einen Einsatz jedem nur empfehlen.

Bild: Freiwilliger mit einer Kindergruppe
2018-05-16T17:21:14+00:00