„Politik und Aktivismus hautnah spüren“

Im Einsatz: Luka Vlasits

Luka Vlasits in Guatemala

Einsatzbeginn: 26.06.2018
Einsatzende: 21.12.2018
Einsatzland: Guatemala
Einsatzprojekt: Acoguate
Organisation: Guatemala Solidarität

Mein Satz zum Einsatz

Das Verstehen von globalen und lokalen, ökosozialen Zusammenhängen und einen Beitrag zur internationalen Solidarität zu leisten, hat mich als Mensch wachsen lassen. Das und noch viel mehr hat mir Guatemala, das Land der Vielfalt und Kontraste ermöglicht.

Meine Aufgaben im Einsatz

Meine Aufgabe war AktivistInnen zu „begleiten“, die entweder die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen fordern, ihre Landrechte verteidigen müssen und die Einschüchterungen und Aggressionen ausgesetzt sind. Der Grundgedanke ist hier, dass ein möglicher Aggressor durch die Anwesenheit der “internationalen Gemeinschaft” abgeschreckt wird.  Konkret kann das eine Begleitung bei Gerichtsprozessen sein, genauso wichtig ist aber der regelmäßige Kontakt mit MenschenrechtsverteidigerInnen in den Regionen. Dieser direkte Kontakt macht das Projekt zu einem wichtigen Teil des Netzes von NGOs in Guatemala.

Eine besondere Erfahrung war …

Abgesehen von dem inspirierenden Kontakt mit lokalen AktivistInnen, war es auch interessant zu sehen, wie sich die politische Situation entwickelt und Einfluss auf unsere Arbeit nahm. Während meines Einsatzes kam es nämlich zu einer neuerlichen Eskalation im Konflikt zwischen der CICIG (Internationale Kommission zur Bekämpfung von Straffreiheit und Korruption) und der guatemaltekischen Regierung. Damit einher ging auch ein landesweit verschlechtertes Klima für internationale Organisationen, die im Bereich der Menschenrechte tätig sind. In dieser angespannten Situation war von uns also eine besonnene Analyse gefragt. Während diese Angriffe und Einschüchterungen seitens der Regierung die Arbeit für internationale NGOs sowie für guatemaltekische AktivistInnen erschwerten und die Stimmung oft auch gedrückt war, war es nichtsdestotrotz interessant und motivierend zu sehen wie NGOs und die Zivilgesellschaft solidarisch auf einen solchen politischen Konflikt reagieren.

2019-10-28T17:48:22+01:00